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Anwendung

Die Bedeutung ausgewählter Mineralstoffe

Ohne Mineralienzufuhr kann ein Tier nicht leben. Erst seit gut 100 Jahren ist dies ein Thema für die Wissenschaft. Seither bemühen sich Forscher und Tierernährer darum, das tägliche Futter für Nutz- und Wildtiere durch Mineralbeigaben so zu ergänzen, dass optimale Leistungen und eine widerstandsfähige körperliche Verfassung gewährleistet sind. Zwar ist der exakte Mineralienbedarf eines einzelnen Tieres – aufgrund variierender Grund- und Kraftfuttergaben, abgerufener Leistung aber auch seiner jeweiligen individuellen Anlage – nur sehr schwierig zu bestimmen. Gut erforscht sind aber zahlreiche der grundsätzlichen Wirkungen einzelner Elemente auf den tierischen Organismus.

Mengenelemente

Mengenelemente

Natrium erhält u.a. den osmotischen Druck in den Zellen aufrecht, es reguliert den Wasserhaushalt und spielt für die Impulsübertragung im Nervengewebe sowie die Erregungsleitung in den Muskelfasern eine herausragende Rolle. Zusammen mit Chlor ist es für die Regulation des Säuren/Basenhaushalts unentbehrlich.

Mangelerscheinungen: Appetitlosigkeit, Leistungsdepression, Gewichtsverlust, Lecksucht.
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Magnesium ist wichtig für die Muskel- und Nervenfunktion und den Knochenaufbau. Außerdem aktiviert es eine Vielzahl Enzyme, die am Energiestoffwechsel beteiligt sind.

Mangelerscheinungen: Unruhe und Stress, Krämpfe bis hin zur Weidetetanie, Gewichtsabnahme.
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Calcium ist wesentlich an der Übertragung von Nervenimpulsen beteiligt und ist ein herausragender Bestandteil des Knochenbaus. Wichtig ist auch seine Rolle bei der Milchbildung sowie als wertvoller Milchbestandteil. Bei der Blutgerinnung spielt es ebenfalls eine wichtige Rolle.

Mangelerscheinungen: Störungen im Knochenaufbau, aber auch im Stoffwechsel.
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(Mengenelemente liegen in Konzentrationen > 50 mg/kg Körpermasse des Tieres vor)

Spurenelemente

Spurenelemente

Mangan ist erforderlich für den Mineral- und Fettstoffwechsel. Es aktiviert oder ist Bestandteil zahlreicher an Stoffwechselvorgängen beteiligter Enzyme.

Mangelerscheinungen: verringerte Fruchtbarkeit, vermindertes Wachstum, neurologische Störungen sowie anomale Skelettentwicklung.
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Zink ist ein essentieller Baustein von zahlreichen Proteinen. Es hat eine sehr wichtige Funktion für den Aufbau und die Regeneration der Haut. Für ein intaktes Immunsystem ist es ebenfalls unentbehrlich.

Mangelerscheinungen: Haarausfall, verzögerte Wundheilung, erhöhte Infektionsneigung, verringerte Futteraufnahme.
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Jod ist unentbehrlich für die Schilddrüsenfunktion und somit auch für die Steuerung zahlreicher Stoffwechselvorgänge. Es steigert alle Energiegewinnungsprozesse.

Mangelerscheinungen: Kropfbildung, Appetitlosigkeit, Fruchtbarkeitsstörungen, verminderter Grundumsatz, Lethargie.
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Kupfer hat eine wichtige Funktion für die Bildung von Nerver, Blut, Bindegewebe und Knochen. Es ist unter anderem unentbehrlich für den Eisenstoffwechsel. Zu beachten ist bei der Fütterung, dass Schafe über eine nur begrenzte Ausscheidungsfähigkeit von Kupfer über die Galle verfügen.

Mangelerscheinungen: Eisenverwertungsstörung, Störung des Zentralnervensystems, erhöhte Brüchigkeit des kollagenen Skeletts und Pigmentbildungsstörungen.
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Selen ist Bestandteil von vielen Proteinen. Es ist wichtig für antioxidative Prozesse und den Jodstoffwechsel. Als sogenannter "Radikalfänger" ist Selen unersetzlich für den tierischen Organismus.

Mangelerscheinungen: Wachstumsminderungen, lebensschwache Neugeborene, Immunschwäche, Fruchtbarkeitsstörungen, Muskelschwäche und Muskelschwund.
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(Spurenelemente liegen in Konzentrationen < 50mg/kg Körpermasse des Tieres vor)